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Mit dem starken Ansteigen der Wohlstandskrankheit Diabetes mellitus kommt es zwangsläufig auch vermehrt zu einer Schädigung der Augen durch die Diabetische Retinopathie. Bei dauernd erhöhten Blutzuckerwerten lagern sich im Auge Fett- und Eiweißstoffe in den empfindlichen Gefäßwänden ein, die dadurch brüchig werden und platzen können. Dies macht sich für den Betroffenen durch Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Eine Behandlung dieser Sehschädigung ist durch Laser- und Kältetherapie nur sehr bedingt möglich. Deshalb genießen vorbeugende Maßnahmen hier höchste Priorität:
Bei der Retinopathia Pigmentosa, die umgangssprachlich meist als „Retinitis Pigmentosa" bezeichnet wird, handelt es sich um eine Gruppe erblich bedingter Netzhauterkrankungen. Erste Anzeichen sind in jungen Jahren vor allem oft
Im fortgeschrittenen Stadium wird das Sehfeld, das beim gesunden Auge etwa 120/180 Grad beträgt, oft auf einen kleinen Bereich von nur wenigen Grad eingeschränkt, so dass man nur noch wie durch eine Röhre oder einen Tunnel sehen kann. Dies macht dann eine optische Orientierung praktisch unmöglich. Nachdem es eine Therapie gegen die Ursachen der RP noch nicht gibt, setzt man künftig auf die Entwicklung von sog. Netzhaut-Implantaten (Retina-Implant). Einige Forschungsprojekte hierzu sind bereits angelaufen. Jedoch sind hier schnelle Erfolge noch nicht in Sicht.
Unter dem Begriff „Grüner Star“ (Glaukom) werden verschiedene Augenkrankheiten zusammengefasst, die mit einer Augeninnendruckerhöhung einhergehen. Üblicherweise liegt bei Erwachsenen der Augeninnendruck bei etwa 15 - 20 mm/Hg. Ist dieser Wert stark erhöht, führt dies zu einer irreparablen Schädigung des Sehnervs, die sich durch Gesichtsfeldausfälle bemerkbar macht. Es wird daher eine regelmäßige Untersuchung des Augeninnendrucks empfohlen. Um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, kommen entweder Medikamente oder eine Operation in Frage.
Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich vor allem in den späteren Lebensjahren die Linse, ein wichtiges Organ des „Augen-Objektivs“. Es entsteht der Eindruck eines verschwommenen bzw. verschleierten Bildes und die Sehkraft wird dadurch natürlich stark eingeschränkt. Zum Glück gibt es heute die Möglichkeit, mittels eines kleinen operativen Eingriffs die getrübte Linse durch eine Kunststofflinse auszutauschen, wodurch in den meisten Fällen die Sehkraft wieder hergestellt werden kann. Falls eine Operation nicht in Frage kommt, werden vergrößernde Sehhilfen wie Lupen, Bildschirmlesegeräte o.ä. eingesetzt.
Eine der häufigsten Sehbehinderungen im fortgeschrittenen Lebensalter ist die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), welche in zwei Formen auftreten kann: der trockenen und der feuchten Makula-Degeneration. Bei dieser Erkrankung werden die Nervenzellen im Bereich des schärfsten Sehens (der Makula) zerstört. Bei der trockenen MD nimmt die Sehschärfe langsam, aber stetig ab. Um die Folgen der Krankheit zumindest teilweise auszugleichen, kommen vergrößernde Sehhilfen wie Lupen, Bildschirmlesegeräte o.ä. zum Einsatz. Die feuchte MD verläuft wesentlich schneller als die trockene MD. Durch eine Laserbehandlung und in jüngster Zeit durch die Photodynamische Therapie (PDT) kann der Verlauf dieser Erkrankung zeitweise etwas aufgehalten werden.
Für eine Netzhautablösung gibt es recht unterschiedliche Ursachen. Die Betroffenen nehmen eine Netzhautablösung oft als „Lichtblitze“ wahr. Es kommt, ähnlich wie bereits bei der Diabetischen Retinopathie beschrieben, zu Gesichtsfeldausfällen. Eine Netzhautablösung muss möglichst schnell durch eine Operation wieder angelegt werden.
Bei der totalen Farbenblindheit fehlt, wie der Name schon sagt, jegliche Farbwahrnehmung. Da die Betroffenen nur mit den „Stäbchen“-Zellen der Netzhaut sehen können, die für das Sehen in der Dämmerung zuständig sind, leiden sie unter extremer Blendempfindlichkeit. Diese Augenkrankheit geht mit einem sehr stark geminderten Sehvermögen einher.
Von Albinismus betroffene Menschen zeichnen sich durch unpigmentierte, hellfarbene Haut, helle bis weißliche Haare und meist graublaue Augen mit einer hellen Iris aus. Damit verbunden sind meist auch ein stark herabgesetztes Sehvermögen und eine hohe Blendempfindlichkeit.
Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e.V.
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