Das Logo des Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland zeigt eine stilisierte Person mit Blindenstock sowie den Schriftzug BSVSaar

Blinden- und Sehbehindertenverein
für das
Saarland e.V. (BSV-Saar)

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Neujahrsempfang des Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland
- Grußwort von Staatssekretärin Gaby Schäfer

- Neunkirchen, 16. Januar 2010, 11.00 h -

Landesregierung übernimmt zukünftig die Kosten der Medienversorgung und deren Ausleihe bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei

Sozialstaatssekretärin Gaby Schäfer überbrachte beim heutigen Neujahrsempfang des Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland e.V. in Neunkirchen-Furpach die besten Wünsche der Landesregierung.

„Der Verein spielt eine wichtige Rolle bei der Koordinierung der Aktivitäten und Initiativen im gesamten Bereich unseres Landes. Er vertritt die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen im Saarland und versteht sich als Ansprechpartner und Sprachrohr für die Belange blinder Menschen gegenüber unserem Ministerium und anderen Behörden. Zudem ist der Verein Anlaufstelle für Blinde, Sehbehinderte sowie ihre Angehörigen in allen spezifischen Fragen und bietet entsprechende Hilfen an", würdigte Staatssekretärin Gaby Schäfer die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland.

Als verantwortlicher Dachverband der Blindenbewegung im Saarland ist der Verein als Selbsthilfeorganisation im Bereich der Beratung und Betreuung blinder Menschen tätig. Dabei steht die gesellschaftliche und soziale Rehabilitation und Integration im Mittelpunkt.

Staatssekretärin Schäfer: „Der Verein ist maßgeblich am Zustandekommen des Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes beteiligt gewesen. Mit dem Know-how der Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins gelang eine rasche Umsetzung des Gesetzes durch Rechtsverordnungen. Das Behindertengleichstellungsgesetz schreibt Barrierefreiheit in vielen Lebensbereichen vor und hat damit zu erheblichen Verbesserungen für Menschen mit Behinderung geführt."

Wie Staatssekretärin Schäfer weiter ausführte leben im Saarland rund 1.700 blinde und mehr als 5.000 sehbehinderte Menschen, deren berufliche und gesellschaftliche Integration ein wichtiges Anliegen der Landesregierung sei. Gaby Schäfer:
„Es ist wichtig blinden und sehbehinderten Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Informationen und auch Unterhaltung in Form von Hörbüchern zu gewährleisten. Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass die Landesregierung seit diesem Jahr die Kosten der Medienversorgung und deren Ausleihe bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei, der sich das Saarland 2002 angeschlossen hat, übernimmt."

In ihrer Ansprache forderte Gaby Schäfer alle Sehenden zur Rücksichtnahme und Hilfe in alltäglichen Situationen auf:
„Wir müssen es den sehbehinderten Mitmenschen erleichtern, trotz ihres Schicksals ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben in der Gesellschaft zu führen. Wenn Sehgeschädigte sich trotz ihrer Behinderung sicher und weitgehend ohne Hilfe in der Öffentlichkeit orientieren können, gewinnen sie einen erheblichen Teil an Mobilität und damit Lebensqualität. Gutes Sehen ist nicht selbstverständlich. Deshalb bitte ich darum, auf blinde und sehbehinderte Mitmenschen Rücksicht zu nehmen und ihnen einen gleichberechtigten und barrierefreien Alltag zu ermöglichen."

Abschließend erinnerte Gaby Schäfer an die Symbolik des „Tages des weißen Stockes", der jährlich am 15. Oktober durchgeführt wird. Der weiße Stock gilt als typisches Kennzeichen der Blinden. Er ist Orientierungshilfe und Verkehrsschutzzeichen zugleich.
„Ich sehe in diesem Hilfsmittel ein Zeichen des täglichen Muts der Betroffenen, sich trotz ihrer Behinderung selbstständig auf den Weg zu machen."

Kontakt

Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e. V.
Herbert Reck
Hoxbergstraße 1
66809 Nalbach

Tel.: (0 68 38) 36 62
e-mail: info@bsvsaar.org
Web: www.bsvsaar.org



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